SONDERAUSSTELLUNG
August Finsterlin (...mehr)
20.05. bis 20.06.2010
Olympiafackel Ausstellung (...mehr)
Olympische Winterspiele – Sieger und Medaillengewinner aus Bayern
Olympische Winterspiele – Sieger und Medaillengewinner aus Bayern im Markus Wasmeier Freilichtmuseum am Schliersee, ab 12. April 2011
Deutschland führt den ewigen Medaillenspiegel der olympischen Winterspiele mit derzeit 128 Goldmedaillen an. Ein Großteil der Olympiasieger stammt dabei aus Bayern. Mit ihnen eng verbunden ist auch die Geschichte der Winterspiele selbst. Eine Projektgruppe des Instituts der Bayerischen Geschichte der LMU München unter der Leitung des Direktors des Museums-Pädagogischen Zentrums Dr. Josef Kirmeier versucht nun, diese beiden Aspekte in einer Ausstellung im Markus Wasmeier Freilichtmuseum zu vereinen und die bayerischen Olympioniken zu würdigen.
Neben den im Mittelpunkt stehenden Sportlern soll dabei die deutsche Geschichte der olympischen Winterspiele chronologisch aufgearbeitet werden. Einen ersten Block bilden die frühen Winterspiele in den Jahren 1924 bis 1936. Hier sollen vor allem die bisher einzigen in Deutschland stattgefundenen Spiele in Garmisch-Partenkirchen von 1936, die zur nationalsozialistischen Propaganda missbraucht wurden, beleuchtet werden. Im nächsten Schritt geht es um die Nachkriegsspiele bis 1964. In dieser Zeit traten die Bundesrepublik und die DDR trotz des beginnenden Kalten Krieges mit einer gemeinsamen Mannschaft an.
Einen deutlichen Einschnitt erkennt man dann bei den Spielen 1968 in Grenoble. Dort kam es zu den ersten Doping- und Geschlechterkontrollen. Außerdem bestritten das erste Mal zwei getrennte deutsche Mannschaften die Wettkämpfe. Der letzte Abschnitt soll den Spielen seit der Wiedervereinigung gewidmet sein. Kommerzialisierung und Nationalisierung des Wintersportes sind bis heute ein aktuelles Thema.
Das Zentrum der Ausstellung bilden jedoch die bayerischen Olympiasieger. Sie sollen zeitlich verflochten mit den eben genannten Aspekten präsentiert werden. Dazu soll jeder Athlet seinen eigenen Platz erhalten. Die Sportler der jüngsten drei olympischen Spiele werden gesondert auf einer gemeinsamen Tafel präsentiert.
Die Ausstellung wird in den Räumen des Markus Wasmeier Freilichtmuseums in Fischhausen-Neuhaus am Schliersee ab dem 12. April 2011 ganzjährig zu sehen sein.
Tourismusmuseum
Im Aufbau ist ein Tourismusmuseum, in dem die Entwicklung des Tourismus und vor Allem
dessen wirtschaftliche Bedeutung in den letzten 300 Jahren gezeigt wird. Der Beginn des
Wintersporttourismus im bayerischen Alpenraum am Anfang des 19. Jahrhunderts kann als
beispielhaft für alle Alpentäler angesehen werden. Schliersee gilt als "Wiege des skilaufs".
Schliersee gilt als der älteste deutsche Wintersportort.
Schon 1875 brachte der Buchhändler namens August Finsterlin Holzskier aus Finnland und
hinterließ an den Hängen oberhalb von Fischhausen-Neuhaus die ersten Skispuren im Schnee.
Daraufhin bestiegen 1895 Abenteuerlustige die 1.884m hohe Rotwand im Tiefschnee,
zwei Jahre später stand man schon mit Skiern auf dem Gipfel der Bodenschneid. 1904 wurde
das erste Skirennen in Fischhausen ausgetragen, drei Jahre darauf folgten die ersten bayerischen
Skimeisterschaften. Der erste Sessellift wurde im Jahre 1949 eröffnet – das Skifahren hatte sich
in der Zwischenzeit zum Volkssport entwickelt.
Der Anfang ist gemacht, im Eingangsbereich können sie heute schon einen kleinen Überblick der
liebevoll zusammengetragemen Originalstücke sehen, die natürlich überwiegend von Markus
Wasmeierselbst stammen. Die Geschichte des Skisports wird hochinteressant aufbereitet und
durch Bilder und einmalige Tondokumente noch erlebbarer gemacht. Lassen sie sich diesen
Einblick in das Alpine Leben auf keinen Fall entgehen!



