Der Riederhof ist das erste Mal im Jahre 1200 urkundlich erwähnt und der erste Hof, den Markus Wasmeier auf dem Museumsgelände wieder aufbaute. Er ist ein Einfirsthof, in welchem der Wohnbereich die eine Seite und die Stalllungen die andere Seite ausmachten.

Vor 1700 bestand das Gebäude nur aus einer Getreidekammer und einer Stallung. Um ca. 1730 wurde er aufgestockt mit Wohnräumen im ersten Stock, im Erdgeschoss fügte man Stube, Küche und Schlafkammer hinzu. Vermutlich war dieser Umbau für den "Austragler" nötig, den alten Vater, dessen Sohn den Hof übernommen hatte.

Wie alle anderen Höfe auch, wurde beim Abbau des Hofes an seinem Ursprungsort ganz in der Nähe des Museumsgeländes, jeder Balken und jedes noch so kleinste Einzelteil katalogisiert, nummeriert und an seinem neuen Standort im Markus Wasmeier Museum genauestens wieder aufgebaut. Holzteile, die nicht mehr verwendbar waren, wurden originalgetreu nachgeschreinert und ersetzt.

Der Riederhof ist der einzige Hof, der mitsamt seiner ursprünglichen Einrichtung wieder aufgebaut wurde. Archäologen fanden im Erdreich der Stallung Fragmente vergoldeter Nuppenbecher sowie Schwarzhafnerkeramik aus dem frühen 15. Jahrhundert. Dargestellt wird im "Riederhof" die Epoche um 1730.