Projekt „Wege des Holzes – Kulturgeschichte und natürliche Vielfalt“

Ein Interreg-Projekt

Ausstellung in der wiederaufgebauten historischen Holzerhütte „Winterstuben“ im Wasmeier-Museum

Beiderseits der Grenze zwischen Bayern und Tirol widmen sich der Naturpark Karwendel und die Gemeinde Scharnitz auf Tiroler sowie das Markus Wasmeier Freilichtmuseum und das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz auf bayerischer Seite den Themen Holznutzung aus kulturhistorischer und Bedeutung der alpinen Wälder aus heutiger Sicht. Ausgangspunkt für das grenzüberschreitende Projekt sind zwei historische Holzerhütten, die an den Originalstandorten abgebaut und auf der „Länd“ in Scharnitz (Tirol) sowie hier im Markus Wasmeier Freilichtmuseum (Bayern) wiederaufgebaut wurden.

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Eckdaten zum Projekt:

  • Voller Projekttitel: „Wege des Holzes – Kulturgeschichte und natürliche Vielfalt“
  • Förderprogramm: INTERREG V-A Österreich-Bayern 2014-2020, Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
  • Projektlaufzeit: Oktober 2016 bis Oktober 2019
  • Projektumfang: 1,7 Mio €, davon 75% Förderung
  • Projektpartner Tirol: Naturpark Karwendel (Leadpartner), Gemeinde Scharnitz
  • Projektpartner Bayern: Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee

Worum geht es in diesem Projekt?

Bis ins 20. Jahrhundert war die Holznutzung der wichtigste Wirtschaftszweig der Nordalpen, doch heutige Besucher ahnen davon kaum etwas. Die Spuren dieser Geschichte sind oft nur noch für Eingeweihte lesbar. Die beiden grenznahen Standorte in Scharnitz und am Wasmeier Freilichtmuseum sollen mit Museen in ehemaligen Hütten der Holzer diese Kulturgeschichte aufbereiten. Darüber hinaus ist unser Ziel – den Wegen des Holzes folgend – mit bestehenden Institutionen flussabwärts das Thema gemeinsam fortzuspinnen. Sei es der Weg des Holzes als Floß auf der Isar oder als Stützpfeiler („Stempel“) im Salzbergbau der Saline Hall.

Auch der Naturraum hält Besonderheiten diesseits wie jenseits der Staatsgrenze parat. Dies gilt nicht nur für das Grenz-Gebirge und Gebiet Karwendel, sondern setzt sich ebenso im nordöstlich angrenzenden Mangfallgebirge fort, das ebenso als Natura 2000-Gebiet geschützt ist. Neben artenreichen naturnahen Bergwäldern in Bayern wie in Tirol sind es besonders die Flüsse, die einen geradezu sinnbildlich verbindenden Charakter haben. Mit der oberen Isar und dem Rißbach hat das Tiroler Karwendel gleich zwei europaweit bedeutsame Wildfluss-Lebensräume, die sich auf bayerischer Seite – in Abschnitten – fortsetzen.

Die Holzerhütte kommt ins Dorf

Die Holzerhütte wurde im Herbst 2017 am Originalstandort abgebaut und 2018 im Markus Wasmeier Freilichtmuseum wieder aufgebaut. In der historischen Holzerhütte wurde nun eine moderne Ausstellung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz zu den Themen Holznutzung aus kulturhistorischer und Bedeutung der alpinen Wälder aus heutiger Sicht realisiert.

Wann die Ausstellung genau eröffnet wird, ist derzeit angesichts der laufenden Pandemie noch nicht sicher.

Mehr über die Ausstellung erfahren Sie hier

Kontakt zum Projekt

Mehr Infos zum Intereg-Projekt „Wege des Holzes“ erfahren Sie über:

Franz Straubinger, M.A.
Projektleiter Wissen & Forschung
Handy +49 1578 6065498
E-Mail Franz.Straubinger@karwendel.org

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